: Die Lebenserfahrungen des Andrij Schkil

: 05-04-2001 // // URL: http://maidan.org.ua/static/mai/986492865.html
// //

Der Richter des Petschers'ker Bezirksgerichtes Mykola Zamkowenko hatte sich kaum losreisen knnen von dem Prozess Tymoschenko, als auf seinen Arbeitstisch noch eine Gerichtssache mit einem politischen Hintergrund landete. Am Freitag hatte Tetjana Montjan, die Anwltin des Vorstandes der UNA-UNSO Andrij Schkil', welcher zur Zeit in Untersuchungshaft wegen des Verdachtes der Organisation von massenhaften Unruhen in der Hauptstadt am 9 Mrz bei der SBU (ukrajinischer Sicherheitsdienst) einsitzt, eine Beschwerde gegen die Zwangsmassnahmen des stellvertretenden Staatsanwaltes Wenokurowa ber die Verhaftung ihres Klienten eingereicht. Es scheint so, als ob Zamkowenko auf Gedeih und Verderb mit der Opposition verbunden ist. Am Donnerstag um 10:00 morgens wird der Sicherheitsdienst Herrn Andrij Schkil' eine offizielle Anklage vorlsesen. Tetjana Montjan erklrte, dass es sich um den Abschnitt 71 des Strafgesetzbuches handelt. Auch werden ihm konkrete Verstoe vorgeworfen, als ob, nach der Meinung des Untersuchungsausschusses, Andrij Schkil' Anweisungen gab Flaschen und Steine auf Gesetzeshter zu schmeien, maskierte Jugendliche anfhrte, bei der Verhaftung brutal gescholten hat. Jedenfalls, auf solche Thesen soll sich die Anklage grnden. Tetjana Montjan zweifelt an, dass die Anklage Beweise ber gesetzwidrige Handlungen des Andij Schkil' besitzt. Andrij Schkil', nach ihren Worten, war an solchen Handlungen nicht beteiligt. T. Montjan machte sich auch vertraut mit den Anklagen, die den Mitgliedern der UNA vorgeworfen werden. Diese sind unsinnig und strotzen keineswegs von Beweisen, jedoch von solchen Redensarten, wie nahm aktive Teilnahme", wiegelte die Menge auf" u. dgl., erklrte die Rechtsanwltin. Die Anschuldigung gegen Andrij Schkil' verlautbart jemand von der Anklageseite, die sich aus 41 Offizieren zusammensetzt. Sind das nicht einige zu viel? Bezeichnend ist, dass whrend der Woche, seit H. Andrij Schkil' in Untersuchungshaft sitzt, sie ihn kein einziges Mal verhrt haben. Er gewhnt sich so zu sagen an die Gefngniseinrichtung.

Tetjana Montjan erinnerte an die Umstnde, unter welche H. Andrij Schkil' arretiert wurde. Er hatte eine Temperatur von 34,8, einen Puls von 160 zu 80. Dies zwang das Petschers'ker Bezirksgericht die Beschwerde ernst zu nehmen. Gegenwrtig befindet sich der Vorstand der allukrajinischen Partei auch in einem schlechten Zustand. Ihm schmerzt sein Kreuz, Kopfschmerzen, die nach seiner Aussage die Folge von Schlgen der Milizionre sind. Er wird Untersucht, jedoch nicht behandelt. Es ist verboten ihm Arznei zukommen zu lassen. Nach der Aussage der Anwltin, verwirren Andrij die hiesigen Anordnungen, ununterbrochene Beleuchtung (dadurch hervorgerufene Schlafstrungen), bei jeder berprfung muss er Aufstehen, welches durch seine Kreuzschmerzen eine Tortur ist. Er kann sich nur mit Anstrengung fortbewegen. Er probiert das Essen nur - der Appetit ist verloren gegangen, scherzt er und befrchtet, vielleicht fr immer. Ungeachtet dessen, wie Tetjana Montjan verlautbarte, Schkil' hlt sich tapfer. Er ist in eine Einzelzelle, zwei auf drei Meter, eingesperrt. Vor einigen Tagen bekam er einen Fernseher. Er bekommt solche Regimegetreuen Zeitungen zu lesen, wie Fakte", Kyjewskyje wjedomosty", Segodnja" und Holos Ukrajine". Von mehr oder weniger objektiven Ausgaben kann nicht die Rede sein. Auf dem Fernseher sind auch nur bestimmte Kanle zu empfangen. Die Anwltin bermittelte folgende Worte von Andrij: Jetzt sehe ich mich satt an Dolhanow und Lapikuru bis zum Erbrechen". Nach Angaben Tetjana Montjan, befinden sich acht Mitglieder der UNA bei dem ukr. Sicherheitsdienst in Untersuchungshaft. Noch einige sind als unparteiische aufgefhrt. Jeder hat einen Anwalt. Unter der Auflage der Nichtausreise ist ein bekanntes Mitglied der UNSO Mykola Karpjuk entlassen worden. ber einen knftigen Gerichtstermin ist nichts bekannt. Das ist typisch auf eine kleinrussische Weise. Es gibt konkrete Videomateriale. Jeder, der eine Zeugenaussage machen konnte, hat sie gemacht. Der Rest, aus irgendeinem Grund, wird nicht vorgeladen. Vermiste Personen, knnen jahrelang gesucht werden. Die Anklage macht den Anschein noch irgendetwas zu erwarten. Die Oppositionre haben ihre eigene Erklrung zu diesen Ungereimtheiten. Nmlich, weshalb sich beeilen, wenn die Arretierten - Asoziale sind, wenn, in Wartestellung, noch jemand bei etwas ertappt werden kann? Und auf einmal zeichnet sich konkret eine Staatsverschwrung ab und die Opposition insgesamt, Verzeihung, zum Teufel. Tetjana Tschornowil, Pressesekretrin der Partei, verlautbarte, dass Informationen ber Mitglieder der UNSO eingetroffen sind, die als verschollen galten. Ein Teil gab ein Lebenszeichen, ein Teil versteckt sich vor der Miliz. Regionale Vertretungen der Partei beginnen teilweise wieder ihre Aktivitt. Mitglieder der UNA-UNSO werden noch immer zu verhren vorgeladen, jedoch keiner von ihnen wurde eingesperrt. Im Forum der nationalen Errettung vertreten die Partei Jurij Tyma und Eduard Kowalenko.

: 05-04-2001 // URL: http://maidan.org.ua/static/mai/986492865.html
// //

!!! "" , "", , . , news@maidanua.org (URL) , .

  ֲ :
...



Copyleft (C) maidan.org.ua - 2000-2017. " ". E-mail: news@maidan.org.ua